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	<title>Martok&#039;s Place &#187; Real Life</title>
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		<title>Google Minus</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 19:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
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		<description><![CDATA[Das wars. Heute schlag 23:59:59 (oder nah dran) wird mein Google+-Account sein Ende finden, und ich werde mal testen ob man den so rückstandsfrei entfernen kann, wie es das Control Panel glauben lässt. Hier möchte ich ein Fazit ziehen. Was ist Google+? Laut Eigenaussage sollte Google+ mal ein soziales Netzwerk werden. Nach den&#8230; wenig erfolgreichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wars.</p>
<p>Heute schlag 23:59:59 (oder nah dran) wird mein Google+-Account sein Ende finden, und ich werde mal testen ob man den so rückstandsfrei entfernen kann, wie es das Control Panel glauben lässt.<br />
Hier möchte ich ein Fazit ziehen.</p>
<p><span id="more-613"></span></p>
<p><strong>Was ist Google+?</strong><br />
Laut Eigenaussage sollte Google+ mal ein soziales Netzwerk werden. Nach den&#8230; wenig erfolgreichen Orkut und Buzz wollte Google mal alles richtig machen.<br />
In wirklichkeit ist es Twitter ohne Zeichenbegrenzung. Dazu gibt es ein paar nette Spielereien: Huddles und Hangouts <span style="color:#777">(und seit dieser Woche Spiele-Apps wie bei der Fratzenkladde)</span>. Ersteres ist ein Multi-User-Chat mit direkter Integration von Mobilgeräten, SMS und Webclients; letzteres sind Videochats mit bis zu 10 Personen gleichzeitig. Da geht das Problem schon los: wenn ich einen Chat will, hab ich dafür Skype oder IRC. Und Videokonferenzen fällt eh aus, nicht jeder hat 100MBit.</p>
<p><strong>Plus</strong><br />
Damit bleibt nur der Twitter-Part: asynchrone Beziehungen und ein einfach benutzbarer Stream sind ziemlich praktisch und haben recht hohen Share-Faktor.</p>
<p>Außerdem lange dabei gehalten hat mich <a href="https://plus.google.com/117024231055768477646">Isotopp</a>, der seinen <a href="https://twitter.com/isotopp">Twitter-Account</a> eingestampft hat. Im Endeffekt sind er und Notch (der aber noch twittert; auf G+ gibts nur immer mal nette Screenshots vom Adventure Update) das einzige, was mich einmal am Tag reinschauen lässt.</p>
<p><strong>Minus</strong><br />
Google+ mit seinen Kreisen wäre eine unglaublich gute Plattform für Wave gewesen: Schnell mal einen Kreis zum Brainstorming auf eine gemeinsame Plattform werfen. Selbst wenns nicht mehr läuft, wäre das für Google wohl kein Akt gewesen, schnell mal eine Wave-Instanz aufzusetzen. Naja, die wollten ja nicht. (Ja, ich hatte eine Suggestion eingereicht.)</p>
<p>Dann ist das ganze furchtbar langsam. Ich mein, nicht so langsam wie das verajaxte Twitter, aber wie auch bei Hangouts merkt man, dass es für 16MBit mit maximaler Latenz in der Größenordnung von 30ms ausgelegt wurde.</p>
<p>Das größte Problem ist aber ein anderes: die Realnamens-Policy von Google. Da drüber haben nun wirklich schon alle alles gesagt haben, verlinke ich hier nur auf <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-08/googleplus-name-pseudonym/komplettansicht">Kai Biermann in der Zeit</a>.</p>
<p>Um meine Meinung auf den Punkt zu bringen:</p>
<p><span style="color:#777">(fast)</span> Niemand, der meinen echten Namen kennt ist auf Google+. Von niemandem, der auf Google+ ist, will ich dass sie meinen Realname kennen (oder jedenfalls nutzt es ihnen nichts). Wer von mir etwas digitales will (Forenmember)/wollen könnte (Piraten) kennt mich unter Martok. Ich will nicht, dass mir eine Digitale Entität sagt, wie ich heiße. Ich will denen sagen, wie ich auftreten will.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
G+ hat für mich weniger Nutzen als Nerv.</p>
<p>Das tu ich mir nicht an. Wenn ich Nerv will, baue ich mir ein Linux.</p>
<p>But that&#8217;s another story for another time.</p>
<p><strong>PS</strong>:<br />
Wenn jemand noch rein will, z.B. um selbst auszutreten: <a href="https://plus.google.com/_/notifications/ngemlink?path=%2F%3Fgpinv%3DT4oNBFmdWQU%3Ad_cGifzNFCA">Invite</a>. Geht vermutlich nicht mehr wenn ich weg bin <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Immerhin bestanden</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 07:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn auch nicht sonderlich gut. Aber wenn man sich anguckt, wofür Punkte abgezogen wurden: 6 Stück für fehlende Koordinatensystem in Skizzen 4 Stück für Übernehmen der Gleichung aus Formelsammlung ohne Herleitung 2 Stück für Dämlichkeiten meinerseits (3*1=9&#8230;) (okay und der Rest war auch gerechtfertigt) Ob es neben dem &#8220;woher?&#8221;-Kommentar Punktabzug gab, als ich ohne Gleichgewicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn auch nicht sonderlich gut.</p>
<p>Aber wenn man sich anguckt, wofür Punkte abgezogen wurden:<br />
6 Stück für fehlende Koordinatensystem in Skizzen<br />
4 Stück für Übernehmen der Gleichung aus Formelsammlung ohne Herleitung<br />
2 Stück für Dämlichkeiten meinerseits (3*1=9&#8230;)<br />
(okay und der Rest war auch gerechtfertigt)</p>
<p>Ob es neben dem &#8220;woher?&#8221;-Kommentar Punktabzug gab, als ich ohne Gleichgewicht für F<sub>L</sub> die einzige Längskraft direkt eingesetzt hab, war nicht so wirklich klar. Da ich das bei trivial ersichtlichen Sachen nie gemacht hab, hätte sich das bestimmt auch nochmal gelohnt.</p>
<p>Ergo hab ich &#8220;moralisch&#8221; ja quasi 10 Punkte mehr, 57 statt 47. Und ich bin mit Martin Sonneborn bzw. der PARTEI gleichgezogen: so gut, dass nur noch Formfehler helfen uns loszuwerden <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Thank you for your cooperation&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 18:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>
		<category><![CDATA[zensus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich drücke mich ja gerne vor vielem. Unter anderem Bloggen&#8230; Bei einem aber geht das ganz schlecht: Zensus. Und da die bei uns fast alles was in einem Wohnheim lebt mit genau gezielten Clusterbombs &#8220;zufällig ausgewählt&#8221; wurde, kann man ja gleich mal was bloggenswertes draus machen und den schönen tollen Online-Prozess testen. Kurz vorneweg: das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich drücke mich ja gerne vor vielem. Unter anderem Bloggen&#8230; <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bei einem aber geht das ganz schlecht: Zensus. Und da die bei uns fast alles was in einem Wohnheim lebt mit genau gezielten Clusterbombs &#8220;zufällig ausgewählt&#8221; wurde, kann man ja gleich mal was bloggenswertes draus machen und den schönen tollen Online-Prozess testen. Kurz vorneweg: das hab ich nur deswegen gemacht, weil ich nur den einfachen Bogen bekommen hab, der keine Daten enthält die nicht auch bei der DENIC und in der EntwicklerEcke abfragbar und aggregierbar wären. Sicher ist sicher.</p>
<p>Zunächst einmal begrüßt mich ein neuer privater Tab von Opera &#8211; you never know what&#8217;s coming next. Von dort aus also wie auf dem Formblatt aufgedruckt die Seite &#8220;zensus2011.de&#8221; aufgerufen. Sauber strukturiert kann ich hier auswählen was ich tun will &#8211; Ergebnisse einreichen wird sehr prominent genau in der Mitte präsentiert. Hier entscheide ich mich für den violetten Bogen, denn obwohl die Farben auf dem Bildschirm doch sehr anders aussehen als das leichte Fliederlila des Papiers, ist das doch immer noch am passendsten.</p>
<p>Daraufhin wird mir nochmal erklärt, woran ich in meinem Browser sehe, dass ich SSL benutze. Lobenswert, aber mein Browser ist nicht dabei (ich erwähnte schon: dafür ist Opera dran). Whatever, ich weiß es ja.<br />
Auf einer externen Domain (www.zensus2011-befragungen.de) werde ich dann von einem schmucklosen Loginfenster begrüßt, das mir die langen alphanumerischen Codes zur Authentifizierung abnimmt. Auf Anhieb ohne Vertipper, ich bin stolz auf mich.</p>
<p>Das folgende Formular ist exakt so aufgebaut wie das Papier, ist aber an die Verwendung von Informationstechnik angepasst: Auswahlfelder für die Nationalität sind ComboBoxen statt 3-Letter-Feldern in die man dann die ISO-CCs selber eintragen darf, wie es auf dem Papier gelöst ist; Multiple-Choice-Fragen sind ordentlich als RadioGroup gelöst und Freitextfelder gibts eh nur für den Namen. Oh, und Datumsangaben.</p>
<p>Jedenfalls, kann man schnell durchklicken, wenn man Fragen überspringen darf wird das direkt kenntlich gemacht.</p>
<p>11 Fragen später habe ich zwar keine Million gewonnen, aber das Ding fertig und bin bereit, <em>Prüfen und Absenden</em> zu drücken. Nochmal bekomme ich eine Zusammenfassung dessen was ich angeklickert habe und kann dieses dann bestätigen.</p>
<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/05/zensus.png" alt="zensus" title="zensus" width="501" height="116" class="alignnone size-full wp-image-540" /><br />
Und fertig.</p>
<p>Ich muss ja sagen: das geht ja glatt mal. Zumal ich auch nur die Fragen bekommen hab, die man durchaus ohne Datenschutzprobleme beantworten kann: nämlich nur die Stammdaten, die zwar gerne zur Identitätsprüfung genommen werden die aber sowieso jeder weiß. Da bin ich aber auch relativ gut weggekommen, das ist hier nicht der Regelfall. Eher die Ausnahme, zwei Interviews heute im Bekanntenkreis waren umfangreicher.</p>
<p>Und nun zur Technik&#8230; viel gibt es da nicht. Das System basiert auf <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/IDEVeCore/IDEVeCore.psml">IDEV</a>, wurde aber offenbar verändert/aktualisiert, denn das &#8220;normale&#8221; IDEV läuft mit Opera gar nicht und erwartet stattdessen einen IE 5.5.<br />
Das JavaScript, welches die Plausibilitätsprüfung und die Fragen-Ausblendung macht ist vermutlich auch aus dieser Zeit: völlig konfus, sieht aber nicht nach einem Scrambler aus. Das hat jemand wirklich so programmiert. Es ist sehr erstaunlich, dass das Ganze funktioniert&#8230; und das tut es wie gesagt wirklich.</p>
<p>Immerhin: jetzt wissen SIE, dass ich damals auf&#8217;m Bürgeramt auch schon nicht gelogen hab. Toll.</p>
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		<title>Atomstrom</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 01:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon Loriot hat ja gewusst: wenn man was politisches sagen will, braucht man nur Atomstrom zu sagen und hat zumindest eine schöne Kontroverse angeleiert. Das gute da dran ist: man muss überhaupt keine Ahnung vom Thema haben, eine Meinung reicht völlig. Wenn es die richtige ist, wird man sofort zum Experten deklariert&#8230; und wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon Loriot hat ja gewusst: wenn man was politisches sagen will, braucht man nur <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hGox3ggYK8w">Atomstrom</a> zu sagen und hat zumindest eine schöne Kontroverse angeleiert. Das gute da dran ist: man muss überhaupt keine Ahnung vom Thema haben, eine Meinung reicht völlig. Wenn es die richtige ist, wird man sofort zum Experten deklariert&#8230; und wenn man zufällig weiß über was geredet wird, hat man vollständig verloren.</p>
<p>Und genau deswegen werde ich heute mal in textueller Form das tun, was ich in diversen Diskussionen auch schon mündlich getan habe: nämlich mich unbeliebt machen. Das geht nämlich sehr einfach, wenn man an dieser Stelle als Techniker argumentiert <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Ich möchte unbedingt darauf hinweisen, dass dieser Beitrag entweder ganz oder gar nicht zu lesen ist &#8211; halb lesen führt dazu dass man einen völlig falschen Eindruck meines Standpunktes bekommt.<br />
<span id="more-516"></span></p>
<p>Das Totschlagargument seitens der überwiegend Grünen Anti-Atom-Beweung ist so einfach wie falsch: &#8220;Diese Technologie ist unbeherrschbar&#8221;. Ist sie aber &#8211; sogar recht einfach, wenn man weiß was man tut. Das Problem da dran ist allerdings auch das <em>Kern</em>problem (Achtung, Wortwitz!) schlechthin: die Betreiberfirmen gehören meistens nicht in die Gruppe derer, die das tun. Denn eins ist klar: eine Firma will natürlich mit maximalem Gewinn arbeiten und optimiert ihre Prozesse. Nun ist ein AKW ein doch recht komplexes System &#8211; wenn man da an einer Stelle was verändert, kann das extreme Auswirkungen am anderen Ende haben. Genau dafür gibt es Zertifizierungssysteme seitens des Gesetzgebers, die dafür sorgen sollen, dass zumindest mal jemand drüber nachgedacht hat, was diese Folgen denn wohl sein werden. Diesen Prozess bitte mal merken &#8211; darauf werden wir später noch zu sprechen kommen.</p>
<p>Genauso irrsinnig ist das Argument der Atommafia in diesen Tagen, dass wir hier keine Tsunamis hätten, und deswegen alles sicher wäre. Es ist offensichtlich, dass hier völlig am Thema vorbeiargumentiert wird. Andererseits ist das durchaus eine angebrachte Antwort, wenn in unseren wie üblich völlig in Panik verfallenen Medien der Eindruck erweckt wird, dass sich durch diese Katastrophe irgendetwas geändert hätte.<br />
Gleichzeitig ist es aber auch genau die falsche Antwort, denn sie lässt eine gewisse Unbekümmertheit erkennen, die definitv fehl am Platze ist. Denn genau das darf ein Sicherheitsingenieur nie sein. Egal wie unwahrscheinlich ein Ereignis ist: jedes AKW muss einen Test bestehen, in dem für jeden denkbaren Störfall modelliert wird, was passiert und wie man daraufhin agieren muss. Im amerikanischen ist das als der PAR (Probabilistic Risk Assessment)-Test bekannt und wesentlich strenger als bei uns. Dieser macht es möglich, jede Art von Fehlern zu erkennen (üblicherweise werden erst Ereignisse, die seltener als einmal alle 10<sup>10</sup> Jahre passieren, abgeschnitten) und nicht nur das, was man professionnell DBA (Design Base Accident) nennt und gemeinhin als GAU kennt. Dies ist eben jener größte Unfall, den das System AKW noch ohne ernsthafte Probleme wegstecken kann. Wenn man also sagt, der GAU ist eingetreten, besteht kein Grund zur Sorge: genau dafür wurde das System ausgelegt! Man sollte allerdings schon versuchen, die Situation dann nicht noch schlimmer werden zu lassen, alles weitere nennt sich dann nämlich Super-GAU &#8211; &#8220;mehr als der größte Unfall den wir uns denken konnten&#8221;. Da will man dann eher nicht mehr in der näheren Umgebung sein.</p>
<p>Man sieht also das gleiche Problem wie überall: Kontrolle. Irgendjemand muss dafür sorgen, dass diese Tests regelmäßig und korrekt gemacht und nach aktuellem Wissensstand und konsequent ausgewertet werden und gegebenenfalls die nötigen Schlüsse gezogen werden. Das heißt auch, dass ein offensichtlich durfallendes AKW sofort abgeschaltet gehört! Das klappt für Kfz ganz ordentlich, da gibts den Tüv. Wer macht sowas bei Kernkraftwerken? Stellt sich raus, genau die gleichen. Viele AKWs in Deutschland fallen dabei in den Zuständigkeitsbereich des Tüv Süd, der eine ganz besondere Vorstellung von optimaler Prüfung hat: zwei Drittel der Tüv-Süd AG gehören <a href="http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_15_07/atomkraft___laufzeitverlaengerung.html">Eon, Vattenfall und EnBW</a>. Wer auch immer das genehmigt hat, weiß offenbar nicht was er/sie tut.</p>
<p>Bezeichnend auch, dass nach den Richtlinen des finnischen Staates, der momentan sehr starke Investitionen tätigt und mehr als 30 neue Kraftwerke bauen will kein einziges Deutsches Kraftwerk <a href="http://alternativlos.org/14/">mehr am Netz sein dürfte</a>. Kein Wunder, wenn man sich selbst kontrolliert kann jeder Mist vollkommen &#8220;in Ordnung&#8221; sein.</p>
<p>Was lernen wir also daraus?<br />
Atomstrom ist technisch und technologisch kein Problem, aber es ist keine gute Idee, die Betreibergesellschaft <em>und</em> zuständigen Kontrollinstanzen in private Hände zu geben. Überhaupt ist nur durch strikteste Kontrollen ein wirklich sicherer Betrieb möglich, die aktuell, häufig, streng und folgenreich sein müssen. Unsichere Systeme dürfen nicht (und erst nach kompletter Nachprüfung wieder) betrieben werden. Es kann immerhin nicht sein, dass mein kleiner PKW strenger kontrolliert wird als ein AKW. Was ich damit maximal anrichten kann liegt doch knapp unter den denkbaren Opferzahlen in einem dicht besiedelten Land.<br />
Was jetzt zu tun ist, ist also eine vollständige Evaluierung aller aktiven Anlagen nach aktuellen Sicherheitsstandards. Nicht nach denen von vor 30 Jahren, wie es in Deutschland durchaus üblich ist. Das geht nicht in 3 Monaten! Schon theoretisch nicht, so viele qualifizierte Experten haben wir gar nicht! Jetzt zu sagen, wir fahren die Dinger mal runter, gucken kurz drauf und wenn alle noch da sind fahren wir wieder hoch ist nicht nur kreuzgefährlich durch den <em>Eindruck</em>, dass eine Prüfung stattgefunden hätte, sondern es bringt eine Technologie in Verruf, die wir so schnell nicht loswerden können <span style="color:#999">(dazu wird es später einen separaten Artikel geben)</span>.</p>
<p>Bleibt ein Problem: was macht man mit dem Abfall? Sprich, Endlager oder nicht? Auch das ist ein technisch gelöstes Problem (gut, okay, nachdem Jahrelang keiner was geforscht hat werden in Frankreich jetzt erst erste Versuchsanlagen gebaut). Jedenfalls ist die Idee hinter <a href="http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=13461">Transmutationsanlagen</a> eigentlich ganz einfach: man spaltet so lange, bis was stabiles entsteht. Das hat sogar den Vorteil, dass man mehrfach Energie abgreifen kann und am Ende keinerlei problematische Abfälle hat.</p>
<p>Nochmal zum mitmeißeln: strengere Kontrollen, abschalten nicht bestehender Reaktoren, retrofitting und gegebenenfalls Neubau von Kapazität nach aktuellem Wissen. So und nicht anders würde vernünftige Atompolitik aussehen. Nicht nur jetzt, sondern immer schon.</p>
<p>Ich bin ja damals auch deswegen mit viel Hoffnung zur Piratenpartei gekommen, weil sie im gegensatz zu den &#8220;Grünen&#8221; noch keinen dogmatischen Standpunkt zur Atomfrage hat und echte Diskussion stattfindet. Gerade in den letzten Tagen sind aber viele in ein &#8220;Jetzt müssen wir entschlossenheit demonstrieren&#8221; verfallen, dass mich durchaus am Geisteszustand einiger zweifeln lässt. Irgendwo stand mal, wir wollten Politik auf Faktenbasis machen. Gilt das noch?</p>
<p>So, und jetzt die Zusammenfassung für die Leute, die jetzt der Meinung sind, da ich Anti-Atom-Ausstieg bin, wäre ich Industrieapologet: was ich hier vorschlage, würde so ziemlich alle aktuell stehenden Reaktoren zumindest für einige Jahre vom Netz bringen und ungefähr genausoviel Geld kosten wie der Ausbau des Stromnetzes so, dass dezentrale erneuerbare Energiegewinnung möglich wäre.</p>
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		<title>Review &#8211; TRON:Legacy</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 23:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
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		<category><![CDATA[Tron]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich komme eben frisch aus der Abendvorstellung von TRON:Legacy in der RealD-Fasssung, und allein schon um das mal etwas zu ordnen, was ich davon jetzt halte, schreibe ich also mal eine Review direkt aus dem Kurzzeitgedächtnis. Dabei versuche ich mal so spoilerfrei wie möglich zu sein, denn eins vorneweg: ich halte ihn für sehenswert. Eventuell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich komme eben frisch aus der Abendvorstellung von <a href="http://www.imdb.com/title/tt1104001/">TRON:Legacy</a> in der RealD-Fasssung, und allein schon um das mal etwas zu ordnen, was ich davon jetzt halte, schreibe ich also mal eine Review direkt aus dem Kurzzeitgedächtnis.</p>
<p>Dabei versuche ich mal so spoilerfrei wie möglich zu sein, denn eins vorneweg: ich halte ihn für sehenswert. Eventuell auch mehrmals, um die (siehe später) unglaublich vielen Referenzen und Geek-Schmankerl zu finden.</p>
<p>Der Film beginnt in 2D mit leichten 3D-Einstreuungen. Ähnlich wie in Avatar wird auch hier dem Zuschauer erstmal die Möglichkeit gegeben, sich daran zu gewöhnen, dass er durch eine Brille mit ziemlich breitem Gestell gucken muss. Aber nicht nur das: dieser Teil spielt in der realen, unsererer Welt, was durch eben dieses Stilmittel dargestellt werden soll. Hier ist alles wie wir (also 2D-gewohnte Kinogänger) gewohnt sind, im Gegensatz zur Anderern Seite.<br />
Hier wird uns Sam Flynn vorgestellt als ein Rebell, dem zwar die größte Softwareschmiede der Welt gehört, der diese aber nicht leiten will. Warum er im Aufsichtsrat einen Freund hat, erschließt sich kaum, wenn man das Original nicht gesehen hat. Auch wird man nicht verstehen, warum ihn diese Figur dann dazu bewegen kann, das zu tun, was ihn im Endeffekt in die &#8211; tadaaaa &#8211; 3-dimensionale (imposante!) Welt des Raster (ja, die Begriffe sind teilweise seltsam aber konsistent mit dem 1982er übersetzt) bringt. Der Soundtrack von Daft Punk fängt hier an, zum tragenden Element zu werden. War er am Anfang zwar präsent, so geht er hier vom cinematisch-instrumentalen hin zur völligen Elektrifizierung.<br />
Die Arena des Disc Wars hat sich massiv verändert. War früher der Kreis das tragende Element, ist es jetzt das Hexagon &#8211; direkt gefolgt von Freiformflächen. Auch das Spiel ist schneller und packender &#8211; aber auch schneller vorbei.</p>
<p>Wer sich vorher etwas informiert hat, weiß in der Szene danach bereits mehr als Sam &#8211; was aber nicht weiter stört, denn auch wenn der sich etwas zum Löffel macht, wird die Situation nicht schlimmer als sie vorher war. Man könnte sagen, die Autoren sind dem &#8220;satan ex machina&#8221; sehr gut ausgewichen.</p>
<p>Als nächstes finden wir uns auf dem Lichtrenner-Feld wieder &#8211; mit neueren und schickeren Lightcycles. Jetzt nicht nur in 90°-Winkeln, sondern auf bis zu 3 Ebenen! Sam schlägt sich gut, hier hilft ihm seine im Intro unterhaltsam porträtierte Leidenschaft für das Motorrad(zuschnell-)fahren, woher er auch ein Manöver übernimmt. Nicht gänzlich erfolgreich, aber sonst hätte <del>13</del>Quorra ja auch keinen Grund, ihn zu retten <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Darauf folgt das große Wiedersehen von Vater und Sohn und die zu erwartende awkward silence beim gemeinsamen Abendessen. Dann schlägt wohl der Sex Sells-Faktor zu: 2 völlig sinnfreie Shots von Olivia Wilde im Bodysuit, ausgestreckt auf dem Sofa. Nicht, dass ich was dagegen hätte, sehr lecker, aber: wäre das im Plot eingebaut, hätte ich auch gern mehr davon genommen <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nachdem Sam das gemacht hat, was er am besten kann (kriminell sein und schnell fahren) kommt die mit Abstand beste Szene des gesamten Films, die Bar &#8220;End Of Line&#8221;. Geführt von einem sehr exzentrischen Castor, der auch Jonny Depp gut zu Gesicht gestanden hätte trifft sich hier alles, um&#8230; ähm&#8230; Powerade zu trinken? Romulanisches Ale? Verdünnter Curacao? Man weiß es nicht.<br />
Jedenfalls geht einiges nicht so wie gedacht und es entspinnt sich ein Kampf, der in seiner Choreografie wohl das genialste ist, was ich in letzter Zeit gesehen hab. Man stelle sich vor, Kurt Wimmer und Milla Jovovich.. oh, <a href="http://www.imdb.com/title/tt0370032/">gibts ja schon</a>. Naja, darauf jedenfalls noch ein paar Faktoren drauf.<br />
Das Ganze unter den wachsamen Helmen von Daft Punk höchstpersönlich, die im EOL offenbar Resident DJs sind &#8211; klar, dass der Club so gut besucht ist!<br />
Wenn sie nicht von Obi-Wan gerettet werden würden, wären unsere Helden hier zwar ganz schön verloren. Werden sie aber, und deswegen verabschiedet man sich recht schnell um auf ein altbekanntes Gefährt zu treffen: einen Solar Sailer, der im gegensatz zum Lichtrenner nicht weiter (abgesehen von der Bezeichnung als &#8220;Güterzug&#8221;) vorgestellt wird. Hier ist es also völlig an den Fans ihn zu erkennen, was nicht unbedingt gut ist.</p>
<p>Die Reise führt uns an einen Ort, wo man lieber nicht wäre, der aber nochmals Gelegenheit zu einigen spektakulären Stunts bietet und in einer Zehntelsekunde einen ziemlich miesen Opportunisten entlarvt, nur um diesen Twist sofort zu vergessen. Es bekommt ihm zwar nicht sonderlich gut, aber man hat den Eindruck, hier wurde was geschnitten.</p>
<p>Die Flucht hin zum Portal (hey, warum genau ist der Ausgang so extrem weit vom Eingang entfernt??) hätte Luke Skywalker alle Ehre gemacht und auch das Ende könnte direkt aus Star Wars stammen &#8211; wer hat sonst Architekten, die unendlich tiefe Schächte mit einer 1m breiten Planke ohne Geländer überbrücken?<br />
Ein gutes, unerwartetes aber erhofftes Happy End bringt uns für einige Szenen zurück in die Reale Welt &#8211; die in ihrer Flachheit zumindest kurzzeitig die Frage aufwirft, was realer ist. Die End Titles sind gut gemacht, nur&#8230; diese Art kennen wir jetzt schon, spätestens nach 300 und Spider Man 1-3 hat das jeder schonmal gesehen.</p>
<p>Oh und, a propos (ir)reale Welt: mir jedenfalls ging es auch nach Verlassen des Kinos noch ein paar Minuten so&#8230; kann gut sein, dass das irgendwas mit Post3d-Stress-Syndrom zu tun hat, aber da das meine 3D-Langfilm-Premiere war (IMAX-Kurzfilm vor ein paar Jahren), weiß ich das noch nicht.</p>
<p>Fazit jedenfalls: nicht nur der Hauptwerbeträger &#8220;Wir haben Musik von Daft Punk&#8221; ist es wert, den Film gesehen zu haben. Anders als viele Kritiker finde ich nicht, das die Story dünn wäre. Jedenfalls nicht dünner als im ersten Teil, durch eine neue Klasse Programme eher noch dichter, denn jetzt hat alles wenigstens einen Grund und ist nicht reiner Selbstzweck.<br />
Nebenbei bemerkt: der Soundtrack ist so gut, dass ich den während dem Schreiben laufen lasse und den Film komplett im Kopfkino hab. Das ist selbst für mich selten, und ich bin einer, der Musik und Bilder sehr stark (fast synästhetisch, aber nur im Gedächtnis) koppelt.</p>
<p>Zu den Referenzen und Geek-Geschenken:<br />
Bisher gefunden habe ich nur die offensichtlichsten, die ich hier aber ohne Position angebe, damit ihr schön selber suchen könnt:<br />
-Wargames-Zitat<br />
-Star Wars an mehreren Stellen<br />
-Ubuntu-Logo<br />
-Filmplakate und Merchandise vom Original-TRON<br />
-Seitenhiebe auf große Software-Firmen<br />
-Linux-Hacking<br />
-Dicke Türen vs. einfach zu knackende Schlösser<br />
-Go und der Mensch ein Programm besiegen kann<br />
-Marvin aus dem Hitchhiker?</p>
<p>Dazu noch zwei Sachen, die ich zwar weiß, aber das Original mir grade nicht einfällt:<br />
-der Angeber-Sprung von Rinzler<br />
-die von oben herabfahrbaren &#8220;Glocken&#8221; über den Wächtern in CLUs Schiff</p>
<p>Und damit bin ich am Ende und falle jetzt gleich ins Bett. Ciao!</p>
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		<title>Inception angewendet</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 16:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Philosophie]]></category>
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		<category><![CDATA[Filme]]></category>
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		<description><![CDATA[Ihr habt doch bestimmt alle Inception gesehen, oder? Wehe wenn nicht, der ist wirklich gut Jedenfalls, dann kennt ihr auch das Konzept hinter den &#8220;Totems&#8221;, richtig? Gut, denn das sollte man, wenn man den Witz im folgenden finden will. Folgende Situation: ich träume, und weiß das auch. Allgemein bekannt als Lucid Dream. Die Situation ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr habt doch bestimmt alle <a href="http://www.imdb.com/title/tt1375666/">Inception</a> gesehen, oder? Wehe wenn nicht, der ist <em>wirklich</em> gut <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Jedenfalls, dann kennt ihr auch das Konzept hinter den &#8220;Totems&#8221;, richtig? Gut, denn das sollte man, wenn man den Witz im folgenden finden will.</p>
<p>Folgende Situation: ich träume, und weiß das auch. Allgemein bekannt als Lucid Dream. Die Situation ist aber nicht grade rosig&#8230; in Inception würde man sagen, &#8220;the dream collapses&#8221;, also muss ich den irgendwie zusammenhalten. Aufwachen ist doof, die Umgebung ist so toll gebaut. Nun ist das nicht so einfach, irgendwas um sich drauf zu konzentrieren dass das ein Traum ist, wäre gut. Was macht meine Begleiterin <span style="color: #777777;">(hey, ich träume üblicherweise Filme &#8211; männlicher Held, weiblicher Sidekick, klar!?)</span>? <span style="color: #777777;"> (Übrigens, sie ist auch toll konstruiert: ich kenne sie im RL, und sie ist ein Japan-Fan, was bekomme ich also? Die Person, die eigentlich white caucasian ist mit japanischen Gesichtszügen <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  )</span> Sie holt einen Spielwürfel (D6) raus, und lässt den auf einer Ecke rotieren wie einen Kreisel.</p>
<p>Er fällt nicht um.</p>
<p>Ich stelle also fest: &#8220;Das ist eindeutig ein Traum!&#8221; Woraufhin sie mich fragt, &#8220;jetzt müssen wir nur noch rausfinden ob deiner oder meiner.&#8221; <span style="color: #777777;">(warum? Keine Ahnung. Sie hat wohl auch Inception gesehen^^)</span> In dem Moment fällt der Würfel um, eine 4.<br />
Ich nehme mir den also, stating the obvious &#8220;ah, eine 4&#8243; und lasse den Würfel kreiseln, was er auch recht ungestört tut. Bis jemand der neben mir am Tisch steht (irgendein Statist) an den Tisch stößt <span style="color: #777777;">(offenbar gehorcht er doch der Schwerkraft, wenn man nur genug drauf einwirkt)</span> &#8211; während der Wüfel noch im Fallen ist, fange ich schon an zu sprechen: &#8220;Schon wieder eine 4&#8243;. Sobald der Satz raus ist, fällt er ganz um und zeigt &#8211; die 4.<br />
&#8220;Hätten wir das geklärt, ist also mein Traum.&#8221;</p>
<p>Anscheinend reichte das, um mein Unterbewusstes davon zu überzeugen die Welt zusammenzuhalten, jedenfalls ging der Traum dann noch ziemlich lange weiter.</p>
<p>Merke: Reality Checks sind wichtig, funktionieren auch wenn man sie nicht selbst macht und erstaunlicherweise auch, wenn man sie nicht regelmäßig in der Reality macht. Nolan, you genius.</p>
<p>Manipulation der Welt hat sich übrigens ziemlich Minecraft-artig abgespielt &#8211; schon lustig, quadratische Löcher in Wände zu hauen <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich bin ja immer noch ziemlich fasziniert davon, aber das solls hier erstmal gewesen sein. Man muss ja erstmal sehen, ob ihr mich jetzt für verrückt erklärt, wegen sowas wertvolle Bandbreite zu belegen <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Jugendschutz vs. Zensur</title>
		<link>http://www.martoks-place.de/2010/12/jugendschutz-vs-zensur/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 00:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Mal wieder Zeit für was politisches, hm? Aus gegebenem Anlass, kann man wohl sagen. Mittlerweile hat auch die FSM eine FAQ veröffentlicht, die zumindest die erste Hysterie mit &#8220;wird schon gutgehen&#8221; abbügeln wollen. Nicht, dass ich wirklich glaube dass die Befürchtungen der Netzgemeinde (wie es so schön heißt) sich nicht bewahrheiten werden &#8211; das haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder Zeit für was politisches, hm? Aus <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Blog-macht-wegen-neuem-Jugendschutzgesetz-dicht-Updates-1144566.html">gegebenem Anlass</a>, kann man wohl sagen. Mittlerweile hat auch die FSM <a href="http://www.fsm.de/de/jmstv-2011">eine FAQ</a> veröffentlicht, die zumindest die erste Hysterie mit &#8220;wird schon gutgehen&#8221; abbügeln wollen. Nicht, dass ich wirklich glaube dass die Befürchtungen der Netzgemeinde (wie es so schön heißt) sich nicht bewahrheiten werden &#8211; das haben sie immer. Nur zeigt diese Seite schön, dass offenbar die Idee nicht <a href="http://blog.beck.de/2010/11/30/jugendmedienstaatsvertrag-und-altersfreigabe-im-internet">so schlecht wie der Entwurf zum JMStV</a> war.</p>
<p>Um diese handwerklichen Mängel (umgangssprachlich: himmelschreiender Pfusch) soll es hier aber nicht gehen, denn unabhängig von der rechtlichen Schlangenteergrube voll mit Minen ist das Thema Jugendschutz in Deutschland ein ganz eigenes. Kein anderer westlicher Staat leistet sich so restriktive Regelungen und Straftatbestände zum Schutze der Jugend wie Deutschland. Das lässt doch die Frage aufkommen: warum ist das so? Sind wir besonders kinderlieb (darf man das heute überhaupt noch sagen oder ist die griechische Übersetzung schon stärker?) oder alle anderen Kinderhasser?</p>
<p>Gehen wir doch mal zu den Wurzeln. Die Wikipedia sagt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendschutzgesetz_%28Deutschland%29">in einem noch nicht gelöschten Eintrag</a>:</p>
<blockquote><p>In der Bundesrepublik Deutschland wurde erstmals 1951 das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSchG) erlassen. Danach wurde es mehrfach novelliert, bis es durch das neue Jugendschutzgesetz ersetzt wurde.</p>
<p>Ein Vorläufer des JÖSchG war das nach dem zweiten Weltkrieg aufgehobene Lichtspielgesetz von 1920, das die öffentliche Vorführung von Filmen erst nach der Überprüfung durch zentrale Prüfstellen erlaubte. Eine aufgrund der Strafandrohungen gegen Jugendliche umstrittene Polizeiverordnung aus dem Jahr 1943, die unter anderem Ausgangsbeschränkungen enthielt, wurde erst 1951 aufgehoben und floss in Teilen in die neuformulierten Regelungen ein.</p></blockquote>
<p>Also: die das erste JSG in Deutschland war ein Gesetz, dass eine zentrale Prüfstelle für Filme eingeführt hat &#8211; viele Jahre später in der DDR gab es sowas für Drucksachen, damit keiner einfach Flugblätter oder andere staatsgefährdende Propaganda von der Druckerei machen lassen kann. Na, erkannt? Richtig, solche Stellen dienen IMMER der Zensur!</p>
<p>Das erklärt aber eins nicht: wie kann es sein, dass ein Volk, dass zwei Diktaturen überlebt hat, sich heute immer noch die gleichen Institutionen andrehen lässt? Wie kann es sein dass so etwas nicht nur passiv erduldet, sondern aktiv gefordert(!) wird?</p>
<p>In der Shoutbox der Entwickler-Ecke vertrat ich nun die Meinung, dass dies damit zu tun hat, was sich unsere Kultur unter Kindheit vorstellt: ein behütetes und von allem Bösen verschontes aufwachsen, möglichst bis zum 18. ohne jeden Außenweltkontakt. Aber warum wollen wir das? Sollte es nicht eigentlich das Ziel der Erziehung (durch Eltern UND Gesellschaft, nicht ODER!) sein, mündige Bürger auf die Welt vorzubereiten, die sie einmal erleben und womöglich verändern werden?<br />
Dazu braucht es vor allem eins nicht: riesige undurchsichtige Vorhänge, die die Außenwelt abschirmen und eine Parallelwelt erzeugen, in denen unsere Kinder aufwachsen. Dazu braucht es Leitlinen, Führung und vor allem eins: Vertrauen. Es hilft nichts, als Eltern &#8220;das Böse (TM) Internet&#8221; zu verdammen und dem Kind jeden Kontakt damit zu verbieten. Es hilft nichts, stattdessen einen Fernseher ins Kinderzimmer zu stellen. Es hilft erst recht nichts, ein gesiebtes Internet zu erzeugen.<br />
Was wichtig ist, ist die Medienkompetenz (<del datetime="2011-01-01T16:05:56+00:00">hier würde ich auf Isotopp linken, <a href="http://koehntopp.de/">wenn das denn noch gehen</a> würde &#8211; danke JMStV!</del><ins datetime="2011-01-01T16:05:56+00:00">Mittlerweile ist der JMStV vom Tisch und Isotopp wieder da &#8211; also <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2696-Blogstoeckchen-Medienkompetenz.html">hier der versprochene Link</a></ins>) schon im frühen Alter zu erzeugen und dafür zu sorgen, dass die Bewertung des Inhaltes da passiert, wo sie hingehört: in das Moralbewusstsein des Rezipienten! Nirgendwo sonst kann irgendetwas erreicht werden als dort, wo Abstoßung und Fremdschämen entstehen. Und das am Besten schon vor dem Kontakt: wer Gewalt verabscheut, wird auch von gewaltverherrlichenden Inhalten nicht zum Berserker, sondern sich angeekelt abwenden.</p>
<p>Dabei liegt aber nicht nur das Kindheitsbild in Deutschland im Argen, auch an anderer Stelle haben wir ein (historisch bedingtes) Defizit: Meinungsfreiheit. Man sieht deutlich, dass jeder Staat, der in seiner Geschichte eine erfolgreiche Revolution <em>von unten</em> vorweisen kann auf die freie Meinungsäußerung einen größeren Wert legt, als Staaten die von oben geformt wurden. Das ist auch völlig logisch: wer weiß, welche Macht das Wort hat, will es entweder schützen oder eindämmen, je nach dem, auf welcher Seite er gerade steht. Vergleicht man zum Beispiel das Grundgesetz mit der Constitution der USA, fällt eins auf: im GG findet sich die Würde des Menschen in Art. 1, die Meinungsfreiheit erst in Art 5. Im Gegensatz dazu ist die freie Meinungsäußerung Teil des First Amendment und damit das erste und oberste Gut! Aus genau dieser Wertung begründet sich auch die Jugendschutzgesetzgebung in Deutschland, denn es wird eben nicht davon ausgegangen, dass der Konsument schon wissen wird, was er mit dem Input anzufangen hat, sondern eben im genauen Gegenteil das Filtern für ihn übernommen.</p>
<p>Womit wir wieder am Anfang angekommen wären: Jugendschutz (besonders Jugendmedienschutz) ist Zensur in dem Sinne, dass sie einen mündigen Heranwachsenden für unmöglich hält und dabei in Kauf nimmt, Erwachsene in ihrer Entfaltung der Persönlichkeit (Artikel 2, NACH der Menschenwürde) zu hindern. Diese Abwägung ist es, die es möglich gemacht hat dass wir heute auf dem besten Weg zu einem &#8220;Kindernet&#8221; sind, einem Netz, in dem der mündige selbst nachdenkende und <em>bewertende</em> Rezipient nicht mehr vorgesehen ist.</p>
<p>Brave New World.</p>
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		<title>Kleine Hacks erhalten die Freundschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 20:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Programmierung]]></category>
		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Delphi]]></category>
		<category><![CDATA[Hack]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute mal wieder was aus der Bastelkiste: Unser Institut für Mechanik hat für Belege und Praktika ein schickes kleines Delphi-Programm, welches die Aufgabenblätter generieren kann. Das ganze hat den Zweck, dass die Aufgaben sich mit der Matrikelnummer personalisieren lassen (RandSeed) und man seine berechneten Werte mittels dieses Programms direkt auf Korrektheit prüfen lassen kann. Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute mal wieder was aus der Bastelkiste:</p>
<p>Unser Institut für Mechanik hat für Belege und Praktika ein schickes kleines Delphi-Programm, welches die Aufgabenblätter generieren kann. Das ganze hat den Zweck, dass die Aufgaben sich mit der Matrikelnummer personalisieren lassen (RandSeed) und man seine berechneten Werte mittels dieses Programms direkt auf Korrektheit prüfen lassen kann.</p>
<p>Nun sind die Aufgaben nicht immer so ganz ohne, und manchmal hilft es ungemein, nicht nur Eingabefelder zu haben, die einem sagen ob man richtig oder falsch lag, sondern auch mal spicken zu können, wo denn der Fehler liegt. </p>
<p>Aber erstmal eine kleine Anekdote.<br />
Man sitzt also in einer Vorlesung, und macht nebenbei mit einem Kommilitonen ein solches Übungsbelegblatt. Die Gleichungen sehen auch erstmal alle ganz schön aus. Nun hat man ja einen Laptop dabei, kann also die Ergebnisse kontrollieren. Und siehe da: nix passt.<br />
Was tut man also? Man versucht herauszubekommen, was das Programm denn als Zahlenwert erwartet. Irgendwie dachte ich mir (warum, weiß ich auch nicht; vielleicht wars ja Schicksal <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':P' class='wp-smiley' />  ) dass mir ein Hex-Editor weiterhelfen könnte. Konnte er natürlich nicht, hat aber soweit geholfen, als dass ich festgestllt habe, dass es zu jedem Aufgabenblatt 2 Definitionen gibt. Eine generiert die Aufgabenstellung, und eine generiert&#8230; Moment. Was ist das? Ein Lösungsweg!<br />
Es gibt also nicht nur 2 Programmversionen (wie schon das _student im Dateinamen vermuten lässt), sondern zu allem Überfluss enthält die selbe Echse offenbar beide Teile. Irgendwo muss also umgeschaltet werden, was gemacht werden soll.</p>
<p>Nachdem man seinen IDA Pro wiedergefunden und gestartet hat, wird also mal das Programm hineingeworfen. Etwas warten, und die Programmstelle wieder finden. Das macht sich recht einfach, immerhin ist der Titel des Belegs ein <em>sehr</em> eindeutiges Merkmal (im Code-Segment jedenfalls). Nun muss man nur noch die XRefs zurückverfolgen, um rauszubekommen wo der wichtige Aufruf erfolgt. Der ist nämlich da, wo basierend auf einem Vergleich der eine oder andere Zweig (=Ausgabeanweisungen) aufgerufen wird. It always boils down to a simple comparision.<br />
Der letzte Schritt (wo allerdings leider die Vorlesung zuende war; der Teil mit dem &#8220;IDA wiederfinden&#8221; hatte etwas lange gedauert) ist es nun nur noch, die Zuweisung an die überprüfte Variable zu finden. Auch hier hilft wieder die XRefs-Funktion. Es gibt nämlich nur eine, und die schreibt eine $00, also den Ordinalwert für <strong>false</strong>. Man könnte also sagen, die betreffende Variable ist sowas wie IsTutorenVersion.<br />
Kurzer Patch in der Exe der (wir wissen ja: es ist Delphi) eine $01 (für <strong>true</strong>) stattdessen schreibt, und fertig.</p>
<p>Wer das liest und ein berechtigtes Interesse hat, der hat auch Wege mich nach dem Teil zu fragen. Das ist nun grade ein Hack, bei dem ich garantiert kein Responsible Disclosure machen werde. Das wäre nämlich sehr verantwortungslos. Mir selbst gegenüber <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das wars erstmal von meiner Seite,<br />
Martok</p>
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		</item>
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		<title>Ikarus</title>
		<link>http://www.martoks-place.de/2010/07/ikarus/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 19:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fefe]]></category>
		<category><![CDATA[HTML]]></category>
		<category><![CDATA[Koch]]></category>

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		<description><![CDATA[Eins scheint in letzter Zeit moderern zu sein: nein, nicht Zurücktreten. Gut, das auch, aber das meine ich nicht. Ich meine eher die Tendenz von &#8220;Autoritätspersonen&#8221; im rhetorischen Sinne sich selbst zu entschärfen. Beispiele gefällig? Kolja Kleeberg, seines Zeichens Sternekoch und öfter mal bei KernerLanz kochenderweise zu beobachten erklärt doch einfach mal so in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eins scheint in letzter Zeit moderern zu sein: nein, nicht Zurücktreten.<br />
Gut, das auch, aber das meine ich nicht.</p>
<p>Ich meine eher die Tendenz von &#8220;Autoritätspersonen&#8221; im rhetorischen Sinne sich selbst zu entschärfen.</p>
<p>Beispiele gefällig?<br />
<span id="more-422"></span><br />
Kolja Kleeberg, seines Zeichens Sternekoch und öfter mal bei <del>Kerner</del>Lanz kochenderweise zu beobachten erklärt doch einfach mal so in einem Nebensatz, dass er Eis mit Glucosesirup anrührt.<br />
Glukosesirup, wir erinnern uns, ist das Zeug <a href="http://www.peter-weck.de/glykoproteinsyndrom.pdf">hier</a>. Relativ einfacher Test: kriegt man noch während dem Essen Sodbrennen (nicht wirklich Sodbrennen, aber recht ähnliche Empfindung), waren größere Mengen GFS dabei.<br />
Er verkündet also, dass er im Sternerestaurant den gleichen Mist serviert, wie ein Billigsteis aus dem nächstschlechtesten Discounter. Der einzige Vorteil dürfte wohl sein, dass seine Portionen kleiner sind. Mit etwas Glück ist der Schaden also nicht ganz so groß.</p>
<p>Kann man sich garnicht ausdenken, sowas.</p>
<p>Womit wir elegant zu Person 2. übergelitten hätten: Felix von Leitner aka Fefe. Der, der mit <a href="http://blog.fefe.de">blog.fefe.de</a> den gefühlt größten deutschen Linkdumpverschwörungsblog betreibt. Seit kurzem auch noch den Podcast <a href="http://alternativlos.org">Alternativlos</a> zusammen mit <a href="http://frank.geekheim.de">Frank Rieger</a>.</p>
<p>Zu diesem dann ein <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b2b59d34">Rant</a>, in dem er auf Firefox&#8217; SVG-Support eindrischt. Man kann Firefox ja nun viel vorwerfen (ja, das Ding ist *Popo*lahm), aber das nun grade nicht.<br />
Erst recht sollte man ruhig sein, wenn man selbst sämtliche Standards ignoriert, dann aber fordert dass andere aus dem was man verbrochen hat &#8220;riechen&#8221; können was man will. Naja. Jedenfalls ging dann eine Mail an ihn.</p>

<div class="wp_syntax"><div class="code"><pre class="plain" style="font-family:monospace;">Betreff: Alternativlos, SVG&amp;co
Von: Martok &lt;webmaster@martoks-place.de&gt;
An: Felix von Leitner &lt;felix-bloginput@fefe.de&gt;
Hallo,
&nbsp;
Du schaffst es immer wieder, provokante Thesen aufzustellen. Aber man
kanns auch übertreiben.
&nbsp;
Erstmal, vorneweg: Wenn man sich über Darstellungsfehler seiner
Webseiten beschwert, sollte man wenigstens erstmal seinen eigenen Code
im Griff haben. Der Unterschied zwischen Quirks und Strict Mode ist ein
himmelweiter.
blog.fefe.de, fefe.de, alternativlos.org: das hat nichts mit HTML zu
tun, das ist bestenfalls Buchstaben(Tag)suppe.
&nbsp;
So, zu SVG.
Erstmal: wenn man sich nach dem W3C richten würde, gäbe es folgendes zu
beachten: SVG definiert ein eigenständiges Dokument. Wie bindet man
Dokumente wie ein PDF ein? Richtig. Und genauso auch SVG.
&nbsp;
Dass Webkit und Opera das &quot;einfach so&quot; per &lt;img&gt; können ist nichts
weiter als Ausdruck der grade von dir gescholtenen Sandbox-Hölle: Sch***
auf Sicherheitslücken, wir haben ja eine Sandbox. Da können wir auch mal
Fremdcode per Bild laden und unblockbar ausführen. (Ich weiß dass Opera
keine hat. Aber Opera und Sicherheit.. äh, naja. Ob die den
Scripting-Teil von SVG dann können, kann ich mangels passender
Testgrafik grad nicht verifizieren)
&nbsp;
Das dann mit (übrigens kaputtem, s.u.) JavaScript fixen zu wollen...
Ähm, wie lange machst du im Web rum? (Mal geraten: länger als ich)
Hint: &lt;object&gt;-Tags können degraden.
---HTML---
&lt;object width=&quot;331&quot; height=&quot;451&quot; type=&quot;image/svg+xml&quot; data=&quot;logo.svg&quot;&gt;
  &lt;img width=&quot;331&quot; height=&quot;451&quot; src=&quot;logo.jpg&quot; alt=&quot;Logo&quot;&gt;
&lt;/object&gt;
---/HTML---
Funktioniert überall.
Spricht eigentlich was gegen PNG oder wenigstens GIF für die
Raster-Version? Gibt dann nicht so fiese Artefakte.
&nbsp;
Zum Script selbst: dank völlig grammatikfreier Tagsuppe ist das
Parse-Ergebnis weitgehend dem Zufall überlassen. Unter Anderem wird der
&lt;noscript&gt;-Teil als dem &lt;head&gt; zugehörig geraten und dementsprechend
wird genau kein Bild dargestellt... Aber eigentlich braucht man das ja
auch gar nicht.
&nbsp;
Lustigerweise kriegt man mit deaktivertem Javascript auch
&lt;audio&gt;/&lt;video&gt; nicht angezeigt. Das ist doch eigentlich ein viel
größeres Ei, oder?
&nbsp;
Und noch ein kleiner Vorschlag hintendran: füge &quot;Proudly ignoring any
W3C standards&quot; dem Footer hinzu. Passen würde es.
&nbsp;
Schöne Grüße am Rant-End:
Sebastian
&nbsp;
PS: nettes Logo übrigens, muss ja auch mal gesagt werden.</pre></div></div>

<p>Eine gute halbe Stunde später habe ich darauf eine Antwort erhalten, die zu zitieren mir nicht nur das deutsche Copyright verbietet (ich müsste ihn fragen, was aber nicht mehr geht. Neben einigen Unflätigkeiten steht da auch ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Plonk_%28Usenet%29">*plonk</a>* drin.), sondern auch der Anstand.<br />
Wenn getroffene Hunde bellen, dann hab ich wohl mit einer LBX-Autokanone ein unbewegtes Ziel beharkt.<br />
Da hat einer noch ganz andere Probleme als kaputtes HTML.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong>: Außerdem bezeichnend: die offensichtliche Abneigung gegen PGP. Ich kann also gar nicht mal mit Sicherheit sagen, dass die Antwort nicht eventuell von einem Bot mit Tourette&#8217;s stammt. <strong>/Nachtrag</strong></p>
<p>Was ich ihm allerdings <em>wirklich</em> übel nehme: dass er tatsächlich trotzdem angefangen hat den Code etwas zu sortieren. Also entweder, ich bin nicht kritikfähig, dann ignoriere ich das aber auch alles.<br />
Oder ich nehme Kritik an, dann werde ich aber auch nicht ausfallend.</p>
<p>Ist immer noch kein HTML, aber zumindest ein &lt;body>-Element ist schonmal drin. Auch der DOCTYPE sagt jetzt zumindest nicht mehr &#8220;HTML4.0 transitional&#8221; an, sondern reines HTML5.<br />
Der geht so jetzt sogar durch den Validator, auch wenn das nach wie vor nicht dem Standard entspricht (ich hab extra nochmal nachgelesen). Da hat das W3C also durchaus noch etwas zu tun. Als Beispiele seien mal fehlende schließende Tags, fehlende Quotes an Attributwerten und nach wie vor fehlende &lt;html> und &lt;head> genannt.</p>
<p>Aber wie sagte uns schon der unbekannte Dichter?</p>
<blockquote><p>Wer hoch fliegen will, muss zunächst einmal abgehoben sein.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Chemiestunde</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 16:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martok</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Real Life]]></category>
		<category><![CDATA[chemie]]></category>

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		<description><![CDATA[Willkommen zum monatlichen Alibi-Beitrag Heute mal ein wenig Bildung direkt &#8220;aus dem Leben&#8221;. Zumindest aus meinem&#8230; Wenn der Kaffee langsam komisch schmeckt, sollte man sich &#8211; grade wenn man in für Kalkhaltiges Wasser bekannten Gegenden wohnt &#8211; durchaus mal mit der Heizwendel des Wassererhitzungsgeräts beschäftigen. Und wenn man dann zu allem Überfluss auch noch Essigmangel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Willkommen zum monatlichen Alibi-Beitrag <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Heute mal ein wenig Bildung direkt &#8220;aus dem Leben&#8221;. Zumindest aus meinem&#8230;</p>
<p>Wenn der Kaffee langsam komisch schmeckt, sollte man sich &#8211; grade wenn man in für Kalkhaltiges Wasser bekannten Gegenden wohnt &#8211; durchaus mal mit der Heizwendel des Wassererhitzungsgeräts beschäftigen.<span id="more-393"></span><br />
Und wenn man dann zu allem Überfluss auch noch Essigmangel hat, sieht man sich nach Alternativen um: zum Beispiel der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Citronens%C3%A4ure">Citronensäure</a>. Selbige hat 2 Vorteile: sie bindet den Kalk besser und man findet sie in Form von Fläschchen und als weißes Pulver überall, zu meiner <del datetime="2010-04-07T16:15:27+00:00">Überraschung</del>Zufriedenheit auch hier im Haushalt.</p>
<p>Also: Wasser rein, Säure lösen und ein wenig erwärmen.<br />
Und, neugierig wie man so ist, den Ablagerungen beim Auflösen zusehen. Sieht schon toll aus, wenn da so ein paar Stellen brodeln und wenig später wieder die Verchromung rausguckt. Und&#8230; es riecht seltsam. Nicht sauer oder eben &#8220;zitronig&#8221;. Sondern nach Chlor. Wo kommt das jetzt her? Normalerweise ist da ja keins beteiligt, außer vielleicht dem, was die Wasserwerke so an Desinfektionsmittel reinhauen.<br />
Auch die allwissende Müllhalde (Nach meiner Definition ist das Wikipedia, nicht Google) bestätigt das: da ist eigentlich nichts, was nach Chlor riechen könnte, und eigentlich auch nichts, was instabil genug wäre das Chlor aus dem Wasser zu ziehen.<br />
Nächster Versuch: wir fragen einen <del>Innocent Bystander</del><span title="Für Netzwerkkrams... egal.">Experten</span>, wo dann die Ursachen liegen. Ganz einfach eigentlich:</p>
<blockquote><p><strong>Narses</strong>: Das liegt an der Jahreszeit und dem PH-Wert. <img src='http://www.martoks-place.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Übrigens bezeichnet man mit &#8220;Chlor-Geruch&#8221; übrigens üblicherweise Chloramine.<br />
<strong>Narses</strong>: Da aktuell mehr bakterielle Verunreinigung im Wasser ist, tun die Wasserwerke häufig Desinfektionszusätze rein, und die reagieren dann mit den Ammoniak-Verbindungen (Verunreinigungen) leider auch zu Cloraminen &#8211; die man als Mensch sehr sehr gut riechen kann.<br />
<strong>Narses</strong>: gut = in extrem geringer Verdünnung</p></blockquote>
<p>Aha!</p>
<p>Irgendwann ist das chlorige dann auch verflogen und geht nahtlos in abgestandenen Staub über, der im Herbst auf der zum ersten mal wieder angeschalteten Heizung wegbrutzelt. Wtf?<br />
Wiederholung des Versuchs war dagegen wenig konklusiv: ohne Kalk riecht das ganze eher seltsam, ich würde sagen eine Mischung aus Kochsalzlösung und Brühwürfel.</p>
<p>Schon toll, über was man sich so alles den Kopf zerbrechen kann.</p>
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